Warmbandpreis erkaltet auf 1.307 Euro/Tonne, bald 1.200 Euro

Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl hat zum zweiten Mal hintereinander deutlich nachgegeben. Hot-Rolled Coil (HRC) aus westeuropäischen Hochöfen kostete 1.307 Euro je Tonne per 25. April 2022, meldet Steel Benchmarker. Das waren 43 Euro weniger als in der ersten Aprilhälfte und 105 Euro unter dem Preisniveau von Ende März.

Mit Beginn des zweiten Quartals habe sich der Aufwärtstrend bei den europäischen Stahlpreisen weitgehend verflüchtigt, erläutert die Metallberatungsgesellschaft MEPS. Noch im März hätten Stahl-Service-Center und Distributoren ihre Verkaufspreise erhöht. Ziel war es seinerzeit die Lagerbestände hoch zu halten, um Stammkunden zu versorgen.

Diagramm Warmband Stahlpreisentwicklung Westeuropa 2015-2022

Stahlhersteller würden bereits Verkaufspreise von 1.200 Euro akzeptieren. Die Stahlnachfrage der Autohersteller sei schwach. Nicht der Automobilindustrie zugehörige stahlverarbeitende Unternehmen sträubten sich zu kaufen, als ihnen die Preise weiterhin zu hoch seien, berichtet Platts.

Italien, USA

In Italien verkaufen die hiesigen Stahlhersteller Warmband laut Preislisten für 1.250 Euro. Tatsächlich geben sie Warmband bereits für 1.200 Euro ab. Auch das sei noch zu hoch. In Kürze werde der Warmbandpreis auf 1.100-1.150 Euro sinken, heißt es aus Marktkreisen.

Anders ist die Lage auf dem US-Stahlmarkt: Dort verteuerte sich Warmband in den vergangenen vier Wochen von 1.480 US-Dollar (1.348 Euro) auf 1.618 Dollar (1.511 Euro) je Tonne (1.000 kg). Das Rekordniveau vom Oktober 2021, als die Kunden der US-Stahlhersteller 2.143 Dollar (1.863 Euro) bezahlten mussten, ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

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