Aktuelle Stahlpreise pro Tonne (1.000 kg) Ende Q1/2022

Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl steigt in Nordwesteuropa auf bis zu 1.600 Euro je Tonne. So viel würden einige Stahlhersteller ab 21. März 2022 fordern, berichtet Platts. Durchgesetzt wurden zuletzt Verkaufspreise von bis zu 1.500 Euro. Bei diesen Transaktionen handelt es sich allerdings um "Hamsterkäufe". Nur die, die müssen, kaufen zu solch schwindelerregenden Preisen.

Einkäufer, die gute Beziehungen zu Stahlherstellern unterhalten, kommen für 1.350 Euro zum Zug. Orientierung liefert ArcelorMittal. Das Unternehmen erhöhte seinen Warmbandpreis per 16. März 2022 um 100 Euro auf 1.400 Euro. Kaltgewalzter Stahl verteuerte man auf 1.500 Euro, feuerverzinkten Bandstahl auf 1.550 Euro.

Das von der EU-Kommission beschlossene Einfuhrverbot für russischen- und weißrussischen Stahl wird mit einer Verzögerung von drei Monaten in Kraft treten. Die Übergangsregelung gelte für Lieferverträge, die vor dem 16. März 2022 mit russischen Stahlherstellern abgeschlossen wurden. Im Falle von Belarus ist der 2. März Stichtag.

Der Stahlpreis für warmgewalzten Stahl ex-works Ruhr war 1.450 Euro per 18. März 2022. Vor Kriegsausbruch hatte der Spotmarktpreis bei 960 Euro gelegen. Der aktuelle Warmbandpreis hat das zuvorige Rekordhoch vom Juni 2021 bei 1.190 Euro weit unter sich gelassen.

Bewehrungsstahl

Diagramm Stahlpreisentwicklung Bewehrungsstahl Dezember 2020 bis März 2022

Der Stahlpreis für nach Nordeuropa gelieferten Bewehrungsstahl war 1.160-1.260 Euro je Tonne am 16. März 2022. Das waren 110 Euro mehr als am 9. März. Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine hat sich Bewehrungsstahl um 41% bzw. 340 Euro verteuert.

"Die Bewehrungsstahlpreise in Nordeuropa sind in den letzten sieben Tagen erheblich gestiegen. Ursache sind die höheren Energie- und Rohstoffkosten sowie ein begrenztes Angebot von Importen", meldet Fastmarkets. In Südeuropa verteuerte sich Bewehrungsstahl binnen Wochenfrist von 940-1.075 Euro auf 1.070-1.100 Euro.