Butterpreis steigt auf 2,09 € je 250 Gramm - bald bei 4,50 €

Der Butterpreis ist wegen hohen Energie- und Futterkosten für Milchkühe auf einem Rekordhoch. Das Zündeln mit der Inflation hat dazu geführt, dass eine 2-Euro-Münze für eine handelsübliche 250-Gramm-Packung Butter nicht mehr ausreicht. 2,09 Euro kostet der "Ziegel" Butter. Das ist wohlgemerkt die günstigste Butter vom Discounter. Kunden, die Markenbutter bevorzugen, zahlen mehr. Braucht man künftig ein 5-Euro-Schein für Butter?

Die Inflation in Deutschland ist außer Kontrolle geraten. Im März stiegen die Verbraucherpreise mit einem Tempo von 7,3 Prozent. Eine so hohe Geldentwertung hatte es zuletzt vor 40 Jahren gegeben. Besserung ist nicht in Sicht. "Die Inflation ist da und wird auch bleiben", sagt Hans-Werner Sinn bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Der frühere Chef des Münchner Ifo-Instituts gilt als einer der besten Ökonomen Deutschlands.

Schubartig steigt der Butterpreis: Im Herbst 2021 hatte es eine Preiserhöhung um 22% auf 1,65 Euro gegeben. Mit dem Beginn des zweiten Quartals 2022 kam der nächste Schub auf über zwei Euro. Hintergrund: Die Bauern werden wegen steigenden Kosten für Energie, Futter und Dünger in diesem Jahr weniger Milch liefern.

Diagramm Butterpreis Entwicklung Deutschland 2020-2022

Die hohe Inflation kommt nicht von Ungefähr: Der Staat hat wegen der Corona-Krise viele neue Schulden gemacht. Diese Schulden wurden an die Europäischen Zentralbank (EZB) weitergericht. Die EZB bediente sich dann ihrer Notenpresse. Sie hat Geld aus dem Nichts gedruckt. Eine solche Staatsfinanzierung über die Notenpresse ist laut den Euro-Verträgen untersagt. Wegen Corona haben die Politiker aber beide Augen zugedrückt.

Geld sparen: Butter einfrieren

Um sich vor dem nächsten Anstieg des Butterpreises zu wappnen, kann man das Streichfett einfrieren. In der Tiefkühltrühe hält Butter sechs bis acht Monate. Steigt der Butterpreis dann Ende 2022 erneut schubartig (was sehr wahrscheinlich ist) hat man bares Geld gespart.

Der Krieg in der Ukraine treibt die Inflation weiter nach oben, als er Energie immer teurer macht. Gravierender ist jedoch, dass sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen wird. Damit kann die deutsche Volkswirtschaft in den übergroßen Corona-Geldmantel nicht wie geplant reinwachsen. Das ist aber eine wichtige Voraussetzung, damit die Inflation wieder zurückgeht.

Der Butterpreis hatte zwischen Herbst 2020 und Herbst 2021 bereits um 68 Prozent zugelegt. In den letzten sechs Monaten kam dann noch ein Anstieg um 27% hinzu. Geht es in diesem Tempo weiter, wäre der Butterpreis im Herbst 2023 bei 4,50 Euro. Man bekäme für zwei 2-Euro-Münzen keinen "Ziegel" Butter mehr und müsste stattdessen tatsächlich einen 5-Euro-Schein hinblättern.